Werbevolumen im Web 2009 u. Printreichweiten nach AG.MA

22/02/2010

Die Werbeumsätze im Internet boomen in 2009 und werden in 2010 weiter zulegen. Bruttowerbevolumen im Web 2009 auf 4,1 Milliarden Euro gestiegen

Der Online-Werbemarkt in Deutschland ist 2009 auf 4,1 Milliarden Euro gewachsen. Zum Vorjahr beträgt die Steigerung rund 12 Prozent. Grundlage der Zahlen ist die Erhebung der Bruttowerbeinvestitionen durch den Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW).
Mit einem Werbemarktanteil von 16,5 Prozent überholt das Internet erstmals die Publikumszeitschriften und ist nunmehr drittstärkstes Werbemedium hinter TV und Zeitung. Für 2010 prognostiziert der OVK ein Bruttowachstum der Onlinewerbung von 14 Prozent.

Berechnet wurde hier jedoch nur der Bruttowert, d.h. es wurde nach Preisliste hochgerechnet. Da die im Internet wenig Bestand hat, liegt der Nettowert wohl weit darunter. Wahrscheinlich beträgt der Gesamtanteil daher ca. 1,6 Mrd. EUR weniger, da vor allem im Displaysegment mit starken Nachlässen verkauft wird.

Suchmaschinenmarketing ist größtes Einzelsegment

Auf die klassische Onlinewerung entfallen netto demnach nur ca. 1,6 Mrd. EUR anstelle von 2,45 Mrd EUR Bruttowerbevolumen. Damit liegt das Segment Suchmaschinenwerbung bzw.  Suchmaschinenmarketing (SEM)  mit 1,87 Mrd EUR darüber und stellt den größten Einzelposten dar.
Beachtenswert ist, dass Google hierzlande einen Marktanteil von mehr als 90 Prozent hat. Dies entspricht rund 1,7 Mrd EUR Umsatz Suchmaschinenwerbung Google für in Deutschland.

Die Wachstumsstory Affilatemarketing in Partnernetzwerken schwächst sich ab und stellt mit ca. 340 Mio. EUR den kleinsten Einzelposten.

Eine exakte Analyse der Zahlen und vor allem der Verteilung in Wachstumgruppe (Video am stärksten) liefert der Netzökonom von der FAZ

Reichweite Tageszeitungen in Deutschland

Gestatten wir uns auch einen Blick auf die Reichweite der deutschen Tageszeitungen. Diese geht weiter zurück. Laut den bereits am 22.Juli 2009 veröffentlichten Daten der Reichweitenstudie MA schrumpfte sie um ein Prozent auf 71,4 Prozent. Dies entspricht laut den Forschern der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (AG.MA) 46,3 Millionen Menschen, die durchschnittlich pro Tag eine Zeitung zur Hand nehmen. In Westdeutschland liegt die Zahl der Zeitungsleser mit 72,5 Prozent weiter über der im Osten mit 67 Prozent.

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