Kategorie-Archiv: Lokale Suche

Werbemanager: Deutsche Post entdeckt regionales Onlinemarketing für KMUs

Mit dem Deutsche Post Werbemanager wurde ein Self-Service-Tool im B2B-Bereich von der Agentur Scholz & Volkmer entwickelt. Dies hilft kleinen und mittelständischen Unternehmen bei der Erstellung, Schaltung und Kontrolle von lokalen Suchmaschinen- und Banner-Kampagnen.

Basis des Werbemanagers ist dabei das Google AdWords Programm

Der Werbemanager werbemanager.deutschepost.de bietet kleinen und mittelständischen Unternehmen ohne Vorkenntnisse einen einfachen Einstieg in Themen wie Online-Display-Werbung oder Google AdWords. Mit dem Werbemanager-Tool kann in wenigen Schritten eine eigene Online-Kampagne erstellt werden. Weiterlesen

Kataloge im Internet – wankt die letzte Bastion der Verlage?

Es war ja wirklich nur eine Frage der Zeit bis die letzte Cashcow der deutschen Zeitungsverlage ins Wanken gerät. Wo bislang die Erlöse aus dem lukrativen Beilagengeschäft sprudelten, treten nun auch digitale Lösungen an.

Meinprospekt.de bietet nun im Web und per iPhone Applikation alle lokalen Beilagen digital an. Vor einigen Jahren probierten wir bei der WAZ mit einer Kataloglösung fürs Internet die  großen Beilagenkunden und Umsatzbringer des Hauses fürs Internet zu gewinnen.  Mit mäßigem Erfolg. Mittlerweile arbeitet die WAZ mit Kaufda zusammen.

Grundsätzlich kann ich zwischen beiden Lösungen keine großen Unterschied erkennen. Die Benutzbarkeit ist immer noch genauso steif wie in der Anfangsphase.  Aber gerade iPhone und iPad machen – wobei letzteres ja im Frühjahr noch als Heilsbringer der Zeitungsverlage angesehen wurde – die Kataloge mobil.

Zu Meinprospekt gibt es aktuell mehr als 2000 Bewertungen im iTunes Store und die App war zuletzt in den Top10 vertreten.

Eine Katalog App ist zwar was anderes als die Beilagen auf der Toilette zu lesen, hat aber einen ähnlich hohen Nutzwert.
Fisch kann man zwar nicht mehr drin einwicklen, aber ich habe die Kataloge immer dabei und wenn das Internet der kurzen Wege in den nächsten Jahren an Relevanz zunimmt, wird mir mein Smartphone schon intelligent signalisieren, dass passend zu dem letztlich angeschauten Katalog ein passendes Angebot winkt.

Universal Search und latent semantische Optimierung

Das Phänomen Universal Search  begegnet uns bei Google Suchergebnissen immer häufiger. Dieser kleine Text erklärt Universal Search und zeigt einen Weg wie durch latent semantische Optimierung dagegengesteuert werden kann.

Man versteht unter Universal Search die Platzierung von vielen verschiedenen Ergebnissen auf der Google Suchergebnisseite (SERP). Das Suchergebnis besteht dann nicht mehr nur aus  Textfundstellen, sondern es werden beispielsweise bis zu drei bezahlte Anzeigen über dem ersten organischen Ergebnis platziert.  Oder es werden Bilder oder Videos angezeigt. Besonders bei lokalen Suchen oder nach spezifischen Adressen wird häufig ein Ausschnitt von GoogleMaps dargestellt. Häufig ist es jedoch eine Mischung aus allen aufgezählten Punkten.

Entsprechend wird es für Seitenbetreiber schwieriger unter die ersten zehn Ergebnisse zu kommen, da die Platzierungen bereits von Google mit thematisch weiterführenden Informationsangeboten belegt werden.

Latent semantische Optimierung

Eine Reaktion des Sitebetreibers kann sein, die Inhalte seiner Seite textlich zu optimieren, um sie noch besser auffindbar zu machen. Dieser latente semantische Optimierung (LSI) ist derzeit einer der neuen Trends bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO).

Hierbei empfiehlt es sich nicht nur auf ein besonders relevantes Keyword (Name eines Weines) zu konzentrieren, sondern auch dessen Synonyme (Burgunder), Oberbegriffe (Rotwein) und Teilbegriffe (Weinrebe) zu berücksichtigen.

Dies sind im Grunde für die Textproduktion keine neuen Regeln. Stattdessen sind sie Indiz dafür, dass Googles Algorythmen sich immer stärker unserem natürlichen Sprachaufbau angleichen und ihn gewissermaßen semantisch interpretieren.

Die Zeiten in denen SEO allein nach syntaktischen Regeln zu erfolgen hat, sind damit endgültig vorbei. Wobei im SEO immer schon die Trennung nach Offsite und Onsite vorgenommen wurde.

Von der Suche zum Empfehlungsmarketing

Seit langem zeichnet sich ein neues Thema am Horizont ab: Social is the next Search! Mit der Zunahme der Nutzung von sozialen Netzwerken bzw. der mittlerweilen breiten Akzeptanz bei einem großen Teil der Internet Nutzerschaft liegt es auf der Hand, dass sich das Thema Suche vom pull zum push und damit hin zu einem echten Empfehlungsmarketing verändern wird.

Seit einiger Zeit propagiere ich die These, dass Googles Zenit als d i e Suchmaschine überschritten ist. Suche als solche wird im Web immer relevant bleiben. Doch die Art und Weise wie gesucht bzw. gefunden werden, verändert sich.
Heute habe ich ein Informationsbedürfnis und gebe entsprechende Suchworte in den Suchschlitz bei Google ein.

Wie geht die Entwicklung weiter?

Mit dem Anwachsen der Schar meiner digitalen Freunde in unterschiedlichen Netzwerken nimmt hier die Repräsentanz der Abdeckung von Themen zu, über die ich gerne informiert werden möchte.
Das wird dazu führen, dass ich auf diesem Wege Informationen mich betreffender Themen von hoher Relevanz erhalte. Wieso? Die Informationen zu beruflichen Themen, Hobbies, Vorlieben stammen von Menschen, die ich hier mal als meine digitalen Freunde bezeichne. Der kleinste Nenner auf dem diese Freundschaft beruht, ist, dass wir zumindest zu einem Teil  unsere thematische Vorlieben teilen.
Entsprechend dem Aufbau der jeweiligen Netzwerke, erhalte ich somit im „push“ Informationen zu Themen, die mich triggern, bevor sich bei mir ein Suchbedürfnis herauskristallisiert, dem ich mittels „pull“ mit einer Abfrage in einer Suchmaschine nachgehe. Dadurch wird allen Suchmaschinen – nicht nur Google sondern – auch Verzeichnissen nachhaltig Traffic – oder werblich ausgedrückt – zu vermarktende Reichweite entzogen.

Eric Swayne beschreibt nun in seinem Beitrag „‚Friendsourcing‘: Search Gone Social“ zum gleichen Thema ausgehend von seiner persönlichen Erfahrung die Implikationen, die diese Entwicklung fürs Marketing hat und propagiert die Aufnahme dieser Sichtweise in den Marketingmix.

„Many brands have recognized that their impact in social media is both powerful and tangible, but now that impact will easily spill over into other channels. „Social“ isn’t just a silo in your channel mix anymore, and the lines will be increasingly blurred with mass media, CRM, SEO/SEM or other channels.“

Was die Entwicklung in diesem Jahr angeht, halte ich dies für ein Thema, das auf jeden Fall weitere Beobachtung verdient.
Vor allem wenn man die Diskussionen auf der DLD-Conference verfolgt, kann ich die Meinung nicht teilen, dass der Erfolg von Facebook n i c h t den Erfolg der B2B Netzwerke wie LinkedIn und XING bedroht.

Wie eMarketer recherchiert hat, ist die Entwicklung von Applikationen für Soziale Netzwerke das Schwerpunktthema von Marketingmanagern in 2010.

eMarketer_social_media_2010_topthema

Social is the next Search

Mehr zu dem Thema wie SEO und SEM generierter Traffic zukünftig durch Social Media Maßnahmen ergänzt werden kann verspricht ein Webinar von Gigya am 4.3.2010 20 Uhr MEZ. Alles wissenswerte beim Klick.